14.09.2026
Musik und Informatives im Kirchenraum zur Nacht der Kirchen 2026
Kirchen der Stadt luden am Vorabend des Tags des offenen Denkmals zum Verweilen einKirchen sind ohne Leben nur toter Stein. Daher findet es Oberbürgermeister Kurt Dannenberg wichtig, die Kirchen als lebendig Orte einmal im Jahr in den Fokus zu rücken. „Wenn sakrale Gebäude ihre Türen öffnen, entstehen Begegnungsräume von denen Kraft ausgeht“, betonte er während der Eröffnung in der Johanniskirche am Vorabend des Tages des offenen Denkmals 2026. „Architektur und Baudenkmäler brauchen die Menschen zur Erhaltung und Kirchen brauchen Menschen, um sie mit Leben zu erfüllen.“Insgesamt sieben Kirchen der Stadt öffneten am Abend des 12. September ihre Türen und lockten mit musikalischen Akzenten in die Gotteshäuser. Die Ideen, Vorbereitung und Ausgestaltungen der Programme lagen ausschließlich in den Händen von Ehrenamtlichen, die damit ihre Gemeinden näher vorstellten.
Wikinger Schach in Leumnitz
Die kleine Kirche St. Peter im Ortskern von Leumnitz ist wiedererwacht. Menchen wollten ihre Kirche „im Dorf lassen“ und gründeten einen Verein zur Erhaltung und Belebung des Gotteshauses. Der Kultur- und Heimatverein Leumnitz (KuHL) schafft eine Begegnungsstätte im Stadtteil. In der Nachmittagssonne kamen die Menchen in ihre Kirche, um dem Ensemble Cello Pur zu lauschen. Leiterin Claudia Stillmarkt hatte mit ihren Cellisten eine musikalische Weltreise vorbereitet. Ortteilbürgermeister Marc-Manuel Moritz freute sich über die volle Kirche und berichtete, was durch Eigeninitiativen und Spenden alles möglich ist. Wikinger Schach, Thüringer Roster und ein Lagerfeuer brachten Alt und Jung zueinander.
Ansicht der alten Johanniskirche
Als Geschenk an die Stadtkirchgemeinde übergab Günter Domkowsky ein Gemälde von der Ansicht der Johanniskirche aus dem Jahre 1537 an den Gemeindekirchenrat. Für den Gästeführer und Maler ist diese Kirche ein kulturelles Zeitdenkmal. Besonders an die Aufführung der Totenmesse für Heinrich Posthumus Reuß, die Musikalischen Exequien von Heinrich Schütz, in diesem Gotteshaus möchte er mit diesem Bild erinnern. Ein Handglockenquartett unter Leitung von Kantor Martin Hesse und das a-capella Ensemble Voces 1608 gestalteten den Abend musikalisch. Kirchbauwein, eine arabische Erbsensuppe und Soljanka luden zum Verweilen ein.
Gotteshäuser erhalten
Ein Bauzaun umgibt die kleine sehenswerte Kirche St. Margarethen in Tinz. Hoch über dem Stadtteil ist ihr Turm weithin sichtbar. Vater und Sohn, Andreas und Alexander Jörk, konnten im Kirchenraum über 40 Besucher begrüßen. Informationen zur Geschichte und zur Sanierung stellte Gästeführer Alexander Jörk vor. Dazu gab es Musik auf Orgel und Cello und Mitglieder der Kirchgemeinde hatten ein kleines Buffet vorbreitet.
Lesung in der Salvatorkirche
Für dem jungen Phillipp von Bose war dieser Abend sicher etwas ganz Besonderes. Er konnte seinen Debütroman "Kohlmanns Weg" erstmalig in einer Kirche vorstellen. Organisiert von Brendels Buchhandlung zog diese Lesung viele Interessierte in die Salvatorkirche. Der Autor stammt aus München und lebt seit einigen Jahren in Gera. Durch Probleme während der Pubertät kam er zum Schreiben. Er liebt Lyrik. Seine emotionalen Gedichte kamen gut bei den Besuchern an. Die Ronneburger Turmbläser setzten den Schlusspunkt des Programms in der Salvatorkirche.
Dankbar und zufrieden schauen die Organisatoren, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) und die Stadtverwaltung Gera, auf die Nacht der Kirchen. Bis auf die letzten Programmpunkte wurden die Angebote gut angenommen. Besonders stand die Kommunikation im Mittelpunkt. Jedoch ohne die ehrenamtlichen Helfer aus den vielen Gemeinden wäre so eine Veranstaltung undenkbar.