Aug 21, 2025
Landesbischof Friedrich Kramer in der Kirche Dorna
Zu einem Besuch weilte der Landesbischof der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands (EKM), Friedrich Kramer, im Kirchenkreis Gera und besuchte die Gemeinde Münchenberndorf, die Stadtkirchgemeinde Gera, sprach mit der Kirchenleitung in Gera und feierte eine Abendandacht in der Dorfkirche Dorna. Annett Scholz vom Gemeindekirchenrat begrüßte Friedrich Kramer und freute sich über die gut gefüllte Kirche. Die Menschen wollten seine Meinung zum Thema Frieden erfahren und mit ihm ins Gespräch kommen.
Während der Abendandacht wurden Lieder aus dem Studentengesangbuch "Durch Hohes und Tiefes", an dem auch Friedrich Kramer mitarbeitete gesungen. Dabei begleitete er den Gemeindegesang auf der Gitarre. Im Mittelpunkt standen Psalmworte, wie etwa die Tageslosung "Der Herr lebt, gelobt sei mein Fels".
Im Anschluss, wie auch in der Ankündigung vorgesehen, wollte der Landesbischof mit den Anwesenden ins Gespräch kommen. Dazu wurden, hinführend zum Thema, Gesprächsgruppen gebildet, die sich nach einem Zeitscheme über das Thema "Wie kann Frieden werden?" austauschten. Die wichtigen Feststellungen in den Gruppen wurden danach vorgestellt. Dabei ging es um den Frieden im Miteinander, der Friede in der Familie, mit der Natur und im Inneren. Weniger wurden über die Themen Ukraine und Israel in den Gruppen gesprochen. Diese Informationen griff der Friedensbeauftragte des Rates der ev. Kirche in Deutschland auf und fasste sie aus seiner Sicht zusammen. Dabei wurden viele Aspekte angesprochen.
- Frage des inneren Friedens, Kriegs-Rhetorik, Hassreden, wie weit geht die Toleranz, wie weit kann die Kommunikation eine Rolle spielen
- Gekränktheit kann zu viel Feuerkraft und Gewalt sorgen
- Wer sich zu sehr von Hass- und Gewaltfantasien anstecken lässt, dem fällt es schwer, überhaupt eine Friedensbereitschaft zu entwickeln
- bin ich auf den Weg der Friedens, denn der Frieden ist kein Zustand sondern immer ein Weg, wie es Paulus im Brief an die Epheser schrieb
Viele Impulse über Krieg und Frieden, diemal aus einer anderen Sicht, konnten die Besucherinnen und Besucher mit auf ihren Heimweg nehmen.